Harz und Heide 2026 – Der DARC OV H59 ist wieder dabei

Anfang des Jahres wurde bekannt, dass die Messe „Harz und Heide“ nach 18 Jahren Pause wieder stattfinden soll.

Da unser Ortsverband in der Vergangenheit viele Jahre als Aussteller auf dieser Messe vertreten war, gab es für uns eigentlich nur eine Möglichkeit: erneut teilzunehmen.

Gesagt, getan zumindest fast.

Über einen guten Freund erhielt ich den Kontakt zum zuständigen Ansprechpartner. Die Verhandlungen gestalteten sich zunächst schwierig, da die Standpreise eher für gewerbliche Aussteller als für Vereine ausgelegt waren. Als dann noch ein unerwarteter Ausfall hinzukam, schien die Teilnahme bereits gescheitert zu sein. Doch manchmal spielt der Zufall eine entscheidende Rolle.

Unser neuestes Mitglied, Oliver, DM4EE, erklärte sich spontan bereit, mitzumachen. Damit war die Messe wieder im Rennen – allerdings blieben nur noch rund drei Wochen Vorbereitungszeit.

Nun musste alles organisiert werden: Werbematerial, Pavillon, Tische, Stühle, Funkgeräte und vieles mehr. Auch hier unterstützte uns Oliver tatkräftig und stellte seine privaten Geräte, einen IC-7300 sowie einen IC-9700, inklusive Antennen, Masten und Antennentuner zur Verfügung. Damit war bereits ein großer Teil der benötigten Technik gesichert.

Von meiner Seite kamen mehrere Handfunkgeräte, ein Eigenbau-Hotspot sowie ein Gerät zum Einsatz, das DMR, D-STAR und weitere digitale Betriebsarten ohne zusätzliches Handfunkgerät nutzen kann.

Ein besonderes Highlight war das neue Pagodenzelt, das uns ein Freund, der bei einer Messebaufirma arbeitet, kostenlos zur Verfügung stellte.

Am Aufbautag erhielten wir wertvolle Unterstützung von Norbert, DL5OZ, und Heinz-Jürgen, DD0AR. Beide halfen nicht nur beim Aufbau, sondern standen Oliver und mir auch während der gesamten Messe tatkräftig zur Seite. Dafür ein herzliches Dankeschön.

Für einen kurzen Schreckmoment sorgte ein angekündigtes Unwetter. Nach Messeschluss war ein zusätzlicher Einsatz erforderlich, um das Zelt nochmals sorgfältig zu sichern. Schließlich wollte ich meinem Freund nicht erklären müssen, warum sein rund 3.000 Euro teures Zelt plötzlich verschwunden ist.

Die Messe selbst hat uns viel Freude bereitet. Leider fanden nur wenige Mitglieder unseres Ortsverbandes den Weg zu unserem Stand. Ebenso schade war, dass auf den angekündigten Frequenzen kaum Funkbetrieb stattfand. Wir hätten den Besuchern gerne noch mehr praktischen Funkverkehr demonstriert.

Sollte der Veranstalter auch künftig Vereins freundliche Konditionen anbieten, würden wir sehr gerne im nächsten Jahr wieder teilnehmen, dann allerdings mit deutlich mehr Vorlaufzeit.


Fazit:

Während der Messe hörten wir immer wieder den Satz: „Ach, das gibt es noch?“

Interessanterweise folgte darauf oft sofort die Erkenntnis: „Wenn nichts anderes mehr funktioniert, könnt ihr immer noch Kontakt halten.“

Diese Aussagen zeigen, dass der Amateurfunk nach wie vor einen festen Platz im Bewusstsein vieler Menschen hat. Gleichzeitig wird deutlich, wie wichtig es ist, unser Hobby wieder stärker in die Öffentlichkeit zu tragen und seine Möglichkeiten zu präsentieren.

Insgesamt war der Messeauftritt auf der Harz und Heide ein voller Erfolg und eine wertvolle Gelegenheit, den Amateurfunk zahlreichen interessierten Besuchern näherzubringen.

Thomas, DL1HT